degefest: Konjunkturbarometer für die Veranstaltungsbranche
Montag, den 31. Januar 2011 um 08:21 Uhr

Analyse. Die degefest (Verband der Kongress- und Seminarwirtschaft) hat mit ihrer Trendanalyse ein wichtiges Konjunkturbarometer für die Veranstaltungsbranche entwickelt. Diesen Ruf wird sie mit der aktuellen Ausgabe, die im Mercure Hotel Orbis München Perlach präsentiert wurde, wieder einmal gerecht. Unter der Leitung von Prof. Jerzy Jaworski von der Hochschule Heilbronn, wissenschaftlicher Beirat der degefest, offenbart die Trendanalyse „Kundenerwartungen 2011“ überraschende Ergebnisse.
Hauptsächliches Ziel war es, die unterschiedlichen Prognosen der beteiligten Experten hinsichtlich der Kundenerwartung zu erfassen. Befragt wurden Betreiber von Veranstaltungshäusern, die Auftraggeber der Kunden (PCO, Agenturen) sowie Dozenten. Erstaunlicherweise divergieren die Vorstellungen von einem gelungenen Tagungsaufenthalt teils erheblich. Und das über alle zehn Fragenkategorien hinweg.
Besonders eklatant zeigt sich dies an der Bedeutung des Customer Relationship Management (CRM). Während die PCO, welche in der Umfrage die Kunden repräsentieren, dem Thema eine stark zunehmende Wichtigkeit attestieren, ist die Mehrheit der Dozenten konträrer Meinung. Selbst die Veranstaltungshäuser prognostizieren nur einen moderaten Bedeutungszuwachs. Für 28 Prozent der Befragten ist CRM derzeit sogar kein dringendes Anliegen. „Damit entfernen sich die Kundenvorstellungen beträchtlich von der Erwartungshaltung der Anbieter“, zieht Jaworski eine ernüchternde Bilanz. „Letztere müssen also endlich die Weichen für ein besseres Kundenmanagement stellen, um noch besser auf spezielle Bedürfnisse der Auftraggeber reagieren zu können.“
Die Anforderungen an ein Veranstaltungshaus sind stetig im Wandel. Kunden fordern außergewöhnliche Lokalitäten, Flexibilität des Tagungsortes, Buchungsmöglichkeiten über das Internet und eine starke Dienstleistungsorientierung seitens der Betreiber. Dabei favorisieren die Kunden eine ständige Rundumbetreuung, die unbedingte Einhaltung von Terminabsprachen, eine Transparenz in der Preisgestaltung und eine intensivierte One-Face-Communication. Auch hier weisen Veranstaltungshäuser noch Nachholbedarf auf. Die Erwartungen beim Kontaktverhalten schätzen alle Gruppierungen ähnlich ein. Erstkontakte via E-Mail werden aus praktischen Gründen Briefe und Faxsendungen ersetzen. Telefonate und persönliche Einladungen sind allerdings weiterhin ein probates Mittel.
Die Veranstaltungsorganisation wird zunehmend im Auftrag der Kunden durch professionelle Unternehmen wie PCO oder Destinations Marketing Companies (DMC) übernommen. 
Gerade bei Großveranstaltungen wie Kongresse und Jahreshauptversammlungen ist das häufiger der Fall. Nur bei kleineren Veranstaltungen können finanzstarke Unternehmen auf die Leistungskapazität der hauseigenen Veranstaltungsabteilungen bauen.

www.degefest.de

Quelle: http://www.cimunity.com/news_single/article//degefest-konjunkturbarometer-fuer-die-veranstaltungsbranche.html

 



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